Mein Lebenslauf

DSC_8060Am 30. April 1959 bin ich in Nürnberg zur Welt gekommen. Meine Jugend war recht angenehm. Als ich 15 war ließen sich meine Eltern scheiden. Das bedeutete für mich, aus Geldmangel keine Lehre sondern arbeiten.

Mit 17 zog ich aus und hatte 1,87 DM in der Tasche. Also Job mit Zimmer musste her. Als ich 18 war durfte ich endlich Akkord arbeiten und somit Geld verdienen, das auch für eine eigene kleine Wohnung reichte.

Ich habe schon immer gerne dazugelernt, also ging ich jetzt auch noch in Abendschulen und wurde dadurch Abteilungssekretärin und brauchte nicht mehr Akkord zu arbeiten. Trotzdem reichte das Geld noch für Führerschein und kleines gebrauchtes Auto.

Mit 21 lernte ich meinen Mann kennen … 2 Wochen später bekam ich meinen Heiratsantrag … 6 Monate später war ich Frau Reimann. Ich war 22 und Hardy war 28 Jahre. 5 Jahre später (Januar 1986) war ich schwanger. Im April wurde ich das erste Mal wegen Krebs operiert. Was für ein Schock: Schwanger, Krebs und Operation! Wird mein Kind das schaffen? Die Ärzte machten mir wenig Hoffnung und wollten, dass ich einen Schwangerschaftsabbruch vornehme. Von mir gab’s ein klares NEIN, denn es bestand eine kleine Hoffnung.

Ich überstand die Operation gut und nach der Geburt war klar, unser Sohn hat sie auch gut überstanden und er entwickelte sich prächtig. Was haben wir uns gefreut!

9 Monate später (August 1987) starb mein Mann mit 34 Jahren an einem Herzinfarkt … Sekundentod … der Notarzt konnte nichts mehr tun. Ich war geschockt und konnte wochenlang nichts mehr essen.

1989 musste ich mich dann einer weiteren Krebsoperation unterziehen. Diagnose: Alles im gesunden Gewebe entfernt. Chancen gut.

Naja, wenigstens was.

6 Jahre danach kam dann die 3. Operation und weitere 7 Jahre lang vierteljährlich zur Krebsvorsorge. Und jedes Mal der bange Gang zum Briefkasten, ob wohl ein Schreiben des Arztes drinliegt, dass es wieder einen Befund gibt. Ich habe heute noch ein flaues Gefühl, wenn ich zum Briefkasten gehe.

Die 7 Jahre gingen vorbei … ohne weiteren Befund … ich war geheilt. Was für ein Glücksgefühl.

Ich hatte zwischenzeitlich meine Berufsausbildung als Sekretariatsfachkauffrau in fast 3 Jahren Abendschule nachgeholt und hatte eine Stellung als Geschäftsleitungssekretärin bekommen.

2000 gründete ich dann mein mobisek-Mobiles Sekretariat. Tagsüber in der Geschäftsleitung, abends und an den Wochenenden selbstständig. Nach 3 Jahren war es dann doch zuviel. Also kündigte ich Ende 2002 und war ab Januar 2003 selbstständig. Bis zum März … dann kam der erste Herzinfarkt. 6 Tage Intensivstation.

Mein Sohn war 16 Jahre und ich wusste, das kann noch nicht meine Zeit zum Gehen sein, denn ich hatte mir fest vorgenommen, meine Enkelkinder und meine Urenkelkinder aufwachsen zu sehen … mindestens.

Mein Selbsterhaltungstrieb gewann wieder Oberhand und somit ging es mir von Tag zu Tag besser. Ich habe mich brav an die Anordnungen der Ärzte gehalten … naja, zumindest in den ersten Jahren … dann verblasst die Erinnerung und man beginnt langsam wieder sich zu überschätzen. Meine Aufträge wurden mehr und mehr. 16-Stunden-Tage waren nicht selten.

Die Anzeichen habe ich ignoriert.

Die Vollbremsung kam Anfang Februar 2015: 2. Herzinfarkt.

Jetzt wird Vieles anders!

 

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